Du kannst Dr. Barbara Feldes Gutachten am Ende des Beitrags herunterladen.
Was sagt das deutsche Tierschutzgesetz zu den brutalen Aufnahmen von Ferkeltötungen, die wir im Mai veröffentlicht haben? Ein juristisches Gutachten von Dr. Barbara Felde, Richterin und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht, macht deutlich, wie weit der gelebte Alltag in Ferkelproduktionsanlagen von geltenden Vorschriften entfernt ist. Selbst für eine ausgewiesene Expertin wie Dr. Felde ist das Bildmaterial zutiefst erschütternd.
Unzureichende Betäubung statt Schmerzfreiheit
Das Gesetz schreibt vor, dass Tiere vor der Tötung zuverlässig betäubt werden müssen, um Schmerzen zu verhindern. Das Gutachten bestätigt, dass Mitarbeitende bis zu fünf halbherzige Schläge auf den Kopf der Ferkel ausführten – oftmals so schwach, dass die Betäubung ausblieb. Weiterhin zeigten zahlreiche Ferkel keinerlei Bewusstlosigkeit, sondern wurden bei vollem Bewusstsein mit stumpfen Instrumenten verletzt und getötet.
Rohe Umgangsweisen offenbaren systemische Brutalität
Die vorliegenden Aufnahmen zeigen, dass Ferkel mit Fußtritten fixiert, blutend aufeinandergestapelt und in Ecken geworfen werden. Dieses roheste Umgangsverhalten lässt jeden Tierschutzgedanken zerreißen. So stellt Dr. Barbara Felde fest: „Weiter fällt eine krasse Ignoranz gegenüber einer nicht oder nicht zureichend eingetretenen Betäubung bei einer Vielzahl von Ferkeln auf und zum Teil roheste Umgangsweisen mit lebenden Tieren(…).“
Ignorieren der Warnsignale – Profit vor Mitgefühl

Unsere Aufnahmen dokumentieren unübersehbare Warnsignale – Zappeln, Kopfheben und verzweifelte Fluchtversuche –, doch die Tötung geht unbeirrt weiter. Dr. Felde bestätigt, dass hier häufig Zeitdruck und reine Kostenkalkulation den Vorrang vor dem Schutz leidender Ferkel haben. Dieses eklatante Versagen zeigt: In Deutschlands Schweineanlagen zählt vor allem der Profit.
Systembedingtes Leid statt Einzelfälle

Die dokumentierten Verstöße sind integraler Bestandteil industrieller Ferkelproduktion: Jährlich sterben in Deutschland rund 13 Millionen Schweine vor der Schlachtung, teils durch „Nottötung“, teils durch Vernachlässigung. Konzerne züchten Sauen auf immer größere Würfe – oft mehr als 16 Ferkel –, wodurch viele Tiere körperlich nicht mithalten können und als unrentabel aussortiert werden. Tierärztliche Kontrollen finden kaum statt, weil jeder zusätzliche Einsatz Zeit und Geld kostet – eine fatale Kosten-Nutzen-Rechnung auf Kosten der Lebewesen.
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